SPD-Stammtisch

Jeden 3. Donnerstag um 19 Uhr im Hotel Kniep. - Geselliger Treff in lockerer Runde zu politischen Themen und mehr -              Gäste sind herzlich willkommen!

 

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Die nationalsozialistische Machtübernahme

Veranstaltungen

das erst ein paar Tage junge Jahr 2013 wird für unsere traditionsreiche Partei ein besonderes Jahr. Wir blicken zurück auf 150 Jahre Sozialdemokratie, in denen unsere Partei erfolgreich für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität kämpfte und weiter kämpft. Darüber hinaus wirbt die SPD bei der Bundestagswahl im September um das Vertrauen und den Auftrag der Bürgerinnen und Bürger, die Zukunft Deutschlands in einem vereinigten Europa verantwortungsvoll gestalten zu können. Deutschland muss in Europa seiner besonderen, historisch begründeten Verantwortung gerecht werden.
Sozialdemokraten wissen aus ihrer Geschichte nur zu gut, was es heißt, von der demo-kratischen Willensbildung ausgeschlossen zu werden:
Am 30. Januar 2013 jährt sich die Machtübernahme der Nationalsozialisten zum 80sten Male. In der Folge wurden die demokratischen Grundregeln außer Kraft gesetzt und eine Diktatur errichtet, an die sich Deutschland nur mit tiefster Scham erinnert und die für Millionen Menschen den Tod bedeutete. Auch viele Sozialdemokraten haben für ihre politischen Überzeugungen mit dem Leben bezahlt.

Leider gibt es bis heute und auch bei uns in Oberberg Ewiggestrige, die mit allzu bekannten Parolen neofaschistische Ideen verbreiten.
Dem wollen wir mit unserer Veranstaltung entgegenwirken und an den Beginn des dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte erinnern. Wir möchten dazu ermutigen, am politischen und sozialen Geschehen, auch in Hückeswagen, mitzuwirken.

Vortrag: Die nationalsozialistische Machtübernahme
in der Perspektive der Arbeiterorganisationen und unter Berücksichtigung
regional- sowie lokalgeschichtlicher Aspekte
Wann? Donnerstag, 31. Januar 2013, 20 Uhr
Wo? Kultur-Haus Zach, Islandstraße 5-7, 42499 Hückeswagen

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Die nationalsozialistische Machtübernahme am 30. Januar 1933
in der Perspektive der Arbeiterorganisationen und unter Berücksichtigung
regional- sowie lokalgeschichtlicher Aspekte

Bald auf den Tag genau vor 80 Jahren, am 4. Januar 1933, wird im Kölner Privathaus des Bankiers Kurt Freiherr von Schröder zwischen dem ehemaligen Mitglied der Zentrums-partei und abgesetzten Reichskanzler Franz von Papen und Adolf Hitler über dessen Ernennung zum Reichskanzler verhandelt. Von den konkreten Ergebnissen der Absprachen dieser „Geburtsstunde des Dritten Reiches“ (Karl-Dietrich Bracher) erfährt die Öffentlichkeit erst am 28. Januar aus der Presse. Zwei Tage darauf wird Hitler durch Reichspräsident von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.
Entgegen der Erwartung konservativer Kreise lässt sich Hitler und die NSDAP nicht instrumentalisieren, vielmehr nimmt sogleich die Umsetzung ihres rassen-ideologischen Programms ihren Anfang. Gestützt auf Notverordnungen und Terror, beginnt die Verfolgung der politischen Gegner, der zuallererst Funktionäre und Mitglieder der KPD zum Opfer fallen.
Nach dem Reichstagsbrand Ende Fe-bruar verschärft sich der Terror weiter. Das Machtvakuum in der Zeit bis zur Reichstagswahl am 6. März nutzen die Nationalsozialisten, um Mitglieder und Funktionäre der SPD sowie der Arbeiterorganisa-tionen zu drangsalieren. Trotz Einschüchterung und Gewalt gelingt es den Nazis in der für viele Jahre letzten freien Wahl auf deutschem Boden jedoch nicht, die Mehrheit der Wäh-ler hinter sich zu bringen. Die Linksparteien erreichten unter den Bedingungen der ein-setzenden Diktatur ein beachtliches Ergebnis.
Doch der Versuch, nach einem verlorenen Krieg in Deutschland eine Republik zu instal-lieren, war gescheitert. Nach – auch freiwilliger – Gleichschaltung und Ermächtigungsge-setz saß der Nationalsozialismus fest im Sattel. Die Folgen der Nazi-Diktatur, dieses einzigartigen Zivilisationsbruchs in der deutschen Geschichte, sind bekannt – und bis auf den heutigen Tag historisches Erbe.
Führte der „Gang der Weltgeschichte“ (Hegel) alternativlos in den Abgrund? Haben Arbeiterschaft und Arbeiterorganisationen beim Übergang in die braune Diktatur tatenlos zusehen müssen? Der Vortrag stellt unter besonderer Berücksichtigung lokal- und regio-nalgeschichtlicher Aspekte diese Fragen in den Mittelpunkt.

Norman Schorl, Jg. 1968, studierte u.a. Philosophie und Geschichte in Köln. Er ist seit 2004 Mitglied im Verein Bergische Zeitgeschichte e.V. und dort seit 2008 im Vorstand engagiert. Veröffentlichungen zu historischen und lokalgeschichtlichen Themen.