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Bürgerbus Hückeswagen

 

Wohnen in der Schlossstadt

Ratsfraktion

Stellungnahme zum Bericht der WDR Lokalzeit Bergisches Land  vom Mittwoch dem 27.11.19 

Viele Neubauten: Wird das Stadtbild von Hückeswagen zerstört?.

Es hätte ein interessanter Bericht zu dem Thema werden können, wurde es aber nicht. Es wurde vielmehr ein absolut einseitiger Beitrag mit deutlicher Kritik zur Neubebauung in Hückeswagen gesendet.

Es kamen, bis auf eine kurze Stellungnahme von BM Persian, nur Gegner der Neubebauung zu Wort. Diese kritisierten den Baustil, die fehlende Sicht auf das Schloss und merkten an, dass Hückeswagen seinen Charakter verlöre.

Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Zu einer objektiven Berichterstattung gehört es u. E., dass auch die Gegenseite zu Wort kommt. Das war aber wohl nicht gewünscht.

Wir möchten daher klarstellen, warum wir unser ok. zu dieser Bebauung gegeben haben:

Wir haben sehr lange suchen müssen und haben letztlich 3 Anläufe gebraucht, um das verwilderte Grundstück endlich bebaut zu bekommen. Zwei Investoren waren vorher abgesprungen und wir waren froh einen zu finden, der das Projekt schließlich umsetzte. Natürlich wäre ein Schieferbau möglicherweise schöner gewesen, aber man muss anerkennen, dass das bei den z.Zt. geltenden Baupreisen leider nicht zu realisieren war.

Die Bebauung wurde mit dem Landeskonservator abgestimmt, weil wir natürlich auch den Blick aufs Schloss erhalten wollten. Es ist klar, dass der nicht möglich ist wenn man recht nah vor den neuen Gebäuden steht, aber vom Bergischen Kreisel aus hat man einen unverbauten Blick aufs Schloss und darauf kommt es an.

Vielleicht hätte man auch einmal mit den neuen Mietern oder Eigentümern sprechen sollen, was sie zu dem Neubau sagen. Sicher ist jedenfalls, dass viele Menschen ein schönes Zuhause in unserer Stadt gefunden haben, hier ihre Steuern zahlen und sich nicht in den Nachbarstädten nach einem Domizil umsehen mussten.

Es wurde auch kurz das Thema „Gestaltungssatzung“ angesprochen, von dem sich wohl einige die Lösung aller innerstädtischen Probleme versprechen. Diese wurde ja von der FaB in der letzten Bauausschusssitzung gefordert und das gleich für die ganze Stadt.

Eine solche Forderung zeigt ein fundiertes Nichtwissen. Es handelt sich bei einer solchen Satzung um ein bürokratisches Monster, welches Vorschriften für das Bauen bis in den kleinsten Bereich vorsieht und sie untersteht darüber hinaus der Bauaufsicht des Kreises. Wir geben damit die Verantwortung an den Kreis. Das kann nicht das Ziel sein.

Die SPD hat sich daher für eine Überarbeitung der Denkmalschutzsatzung ausgesprochen, damit behalten wir die Planungen in unserer Hand und Vorschriften in unserer Hand. Schade, dass diese Aspekte in der Sendung nicht zur Sprache kamen.

Grundsätzlich muss aber gesagt werden, wir können aus unserer Stadt kein Heimatmuseum machen. Heute werden im Bauwesen andere Maßstäbe gesetzt als noch vor 50 oder 10 Jahren.

Wir wollen den Charakter unserer Altstadt bewahren, aber wir müssen ansonsten dafür sorgen, dass wir auch modernen städtebaulichen Gesichtspunkten Rechnung tragen. Nur so bleiben wir auch für Neuansiedlungen attraktiv.

Für die SPD-Fraktion

Hans-Jürgen Grasemann